So Yes adaptive clothing

    Menschen mit Parkinson haben beim Anziehen mit unterschiedlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Am häufigsten sind Probleme mit dem Gleichgewicht, Zittern und eine eingeschränkte Fingerbeweglichkeit. Es ist oft frustrierend, dass es einem nicht gelingt, während des Anziehens von Kleidung still zu stehen, oder Knöpfe und andere Verschlüsse mühelos zu verschließen.
    Im Folgenden finden Sie einige Tipps, um das An- und Ausziehen zu erleichtern:

    • Nehmen Sie sich beim Anziehen genügend Zeit und Platz.
    • Ziehen Sie sich an, nachdem Sie Ihre Medikamente eingenommen haben und diese die maximale Wirkung haben.
    • Achten Sie darauf, dass Sie beim An- und Ausziehen warm genug bleiben, besonders wenn Sie viel Zeit benötigen.
    • Es ist einfacher, sicherer und geht schneller, sich beim Anziehen hinzusetzen. Das gilt sowohl für den Oberkörper als auch für den Unterkörper.
    • Es ist einfacher, sich auf das Anziehen zu konzentrieren, wenn man nicht durch das Radio oder Gespräche mit anderen Personen abgelenkt wird.
    • Es kann für einen schnelleren Ablauf eine Hilfe sein, die Handlungen während der Ausführung mit so wenigen Worten wie möglich zu beschreiben. Eine solche Kontrolle gleicht den Verlust natürlicher und automatisierter Bewegungen bei Parkinson aus.
    • Wenn es notwendig ist, aufzustehen, um Kleidungsstücke hochzuziehen oder zurecht zu rücken, sorgen Sie dafür, ein gutes Gleichgewicht herzustellen, indem Sie die Wadenmuskulatur gegen das Bett oder einen Stuhl drücken.
    • Es gibt viele Hilfsmittel wie beispielsweise einen Anziehstock, Schuhanzieher, Knopfhaken usw., diese können bei Parkinson-Patienten jedoch ebenfalls zu Frustrationen führen.
    • Stellen Sie eventuell große Spiegel auf, sodass Sie sowohl Ihre Vorder- als auch Ihre Rückseite sehen können. Dies kann dabei helfen, die Kleidung zu 'recht' zu rücken.
    Parkinson
    Menschen mit Parkinson

    Wir geben Ihnen gerne noch ein paar Tipps, worauf Sie beim Kauf von Kleidung achten sollten. Wählen Sie Kleidung, in der Sie sich wohlfühlen. Das steigert das Selbstbewusstsein.

    • Ersetzen Sie Kleidung, die sich nur schwer an- und ausziehen lässt, durch leichtere Teile. Vielleicht können Sie eine Nummer größer kaufen, als Sie normalerweise tragen.
    • Wählen Sie Stretchstoffe, die angenehm zu tragen sind und sich leichter an- und ausziehen lassen.
    • Wählen Sie Nachtwäsche aus Satin oder Nylon. Das Wenden im Bett wird durch die glatte Oberfläche erleichtert.
    • Wählen Sie Unterwäsche aus Nylon anstelle von Baumwolle. Nylon lässt sich schneller an- und ausziehen.
    • Wählen Sie bei steifen Schultern Kleidung, die sich vorne verschließen lässt, wie z. B. ein Rock oder ein BH.
    • Wählen Sie eine Hose mit Gummizug statt eine Hose mit Reißverschluss und Knöpfen, da sich diese leichter an- und ausziehen lässt.
    Hose mit Gummizug
    Hose mit Gummizug
    • Tragen Sie Pullover ohne Verschlüsse mit ausreichend weiten Ärmeln.
    • Größere und dicke Knöpfe mit einem langen Knopfloch sind einfacher zu Tragen Sie Pullover ohne Verschlüsse mit ausreichend weiten Ärmeln. handhaben als kleine Knöpfe.
    • Wenn ein Reißverschluss schwer zu betätigen ist, kann eine Schlaufe oder ein Ring den Griff erleichtern. Bei einer eingeschränkten Feinmotorik ist eine Jacke mit magnetischem Reissverschluss ebenfalls sehr praktisch.
    • Wenn ein Gürtel schwer zu handhaben ist, können Sie sich für ein ‚‚Klick" -System entscheiden.
    Gürtel mit Klicksystem
    Gürtel mit Klick-System

    • Stellen Sie sicher, dass Ihre Kleidung nicht zu lang ist, damit Sie nicht darüber stolpern können.
    • Wählen Sie Kleidung mit großen Taschen, damit Sie Ihr Taschentuch, Ihre Brille, Medikamente, Ihren Terminkalender, Ihr Handy ... ganz einfach herausnehmen können.
    • Wenn es durch eine eingeschränkte Greiffähigkeit schwierig ist, eine Hose hochzuziehen, können seitlich Schlaufen angenäht werden. Durch Einhaken der Finger oder des Daumens in die Schlaufe kann die Hose leichter hochgezogen werden.
    • Wahl der Schuhe:
      • Bequeme und geschlossene Schuhe reduzieren die Sturzgefahr (keine Slipper!)
      • Schwerere Schuhe können das Anheben der Füße trainieren, leichtere Schuhe sind bequemer und verursachen nicht so schnell schmerzende Füße.
      • Die Höhe des Absatzes ist ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt. Ein höherer Absatz (eine Höhe von 2 - 3,5 cm) kann nützlich sein, wenn Sie dazu neigen, nach hinten zu fallen, während Schuhe mit einem kleinen oder ohne Absatz helfen, wenn Sie dazu neigen, sich nach vorne zu beugen.
      • Wählen Sie eine Schuhsohle, die ausreichend stabil und nicht zu rutschig ist.
      • Viele Schuhe sind mit Klettverschlüssen versehen, die einfacher zu handhaben sind als Schnürsenkel oder Schnallen. Oder entscheiden Sie sich für Schuhe ohne Verschlüsse.

    Wenn Sie noch Fragen zu unseren Tipps haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

    Grüße

    Sofie und Jessie